Die Xabi Alonso Entlassung bei Real Madrid war eine der überraschendsten Trainerentscheidungen der Saison 2025/26. Am 12. Januar 2026 bestätigte der spanische Rekordmeister die Trennung von seinem Trainer – offiziell im gegenseitigen Einvernehmen. Der Schritt erfolgte nur einen Tag nach der 2:3-Niederlage gegen den FC Barcelona im Finale der spanischen Supercopa.
Alonso war erst im Mai 2025 als Nachfolger von Carlo Ancelotti verpflichtet worden und hatte ursprünglich einen Vertrag bis 2028 unterschrieben. Seine kurze Amtszeit war dabei keineswegs ausschließlich von schlechten Ergebnissen geprägt. Real Madrid gewann 24 seiner 34 Pflichtspiele unter Alonso. Trotzdem entstanden im Laufe der Saison zunehmend Zweifel an der sportlichen Entwicklung, an der Zusammenarbeit mit Teilen der Mannschaft und an der Frage, ob der Trainer das Vertrauen der Vereinsführung noch besaß.
| Information | Details |
|---|---|
| Hauptkeyword | xabi alonso entlassung |
| Verein | Real Madrid |
| Trainer | Xabi Alonso |
| Amtsantritt | Mai 2025 |
| Trennung | 12. Januar 2026 |
| Offizielle Begründung | Einvernehmliche Beendigung der Zusammenarbeit |
| Spiele | 34 Pflichtspiele |
| Siege | 24 |
| Unentschieden | 4 |
| Niederlagen | 6 |
| Wichtigstes letztes Spiel | 2:3 gegen FC Barcelona |
| Wettbewerb | Spanische Supercopa |
| Nachfolger | Álvaro Arbeloa |
| Ursprünglicher Vertrag | Bis 2028 |
Warum kam es zur Xabi Alonso Entlassung?
Die Xabi Alonso Entlassung lässt sich nicht auf ein einziges Spiel reduzieren. Zwar war die Niederlage gegen Barcelona der unmittelbare Auslöser, doch die Zweifel an Alonso bestanden bereits vorher.
Real Madrid hatte unter ihm zunächst einen sehr guten Start erwischt. In den ersten 14 Pflichtspielen der Saison gelangen 13 Siege. Damit schien Alonso zunächst die Erwartungen zu erfüllen, die nach seiner erfolgreichen Zeit bei Bayer Leverkusen an ihn gestellt worden waren.
Danach veränderte sich die Situation jedoch deutlich. Nach einer Niederlage gegen Liverpool begann eine Phase mit schwankenden Ergebnissen. Auch Niederlagen gegen Celta Vigo und Manchester City verstärkten den Druck. Real verlor seinen Vorsprung in der Liga und musste den FC Barcelona wieder an sich vorbeiziehen lassen.
Schwankende Leistungen trotz guter Bilanz
Interessant ist, dass Alonsos statistische Bilanz keineswegs wie die eines völlig gescheiterten Trainers aussieht. 24 Siege aus 34 Spielen entsprechen einer Siegquote von rund 71 Prozent.
Das eigentliche Problem lag vielmehr in der Wahrnehmung der sportlichen Entwicklung. Die Vereinsführung soll Zweifel daran gehabt haben, dass Alonso die richtige taktische Lösung gefunden und eine ausreichend starke Verbindung zur Mannschaft aufgebaut hatte. Auch die körperliche Vorbereitung wurde in spanischen Medien kritisch diskutiert.
Für Real Madrid reicht es allerdings nicht immer, viele Spiele zu gewinnen. Der Klub erwartet regelmäßig überzeugende Leistungen, Titel und eine Mannschaft, die auch in den wichtigsten Partien funktioniert.
Die Niederlage gegen den FC Barcelona
Der entscheidende Moment kam am 11. Januar 2026.
Real Madrid traf im Finale der spanischen Supercopa auf den FC Barcelona. Die Partie in Dschidda endete mit einer 2:3-Niederlage für Real Madrid. Nur einen Tag später wurde die Trennung von Alonso offiziell bekannt gegeben.
Die Niederlage war besonders schwerwiegend, weil Barcelona der größte sportliche Rivale von Real Madrid ist. Ein verlorenes Finale gegen den Erzrivalen erzeugt beim spanischen Rekordmeister traditionell erheblichen Druck.
Dabei war die Supercopa-Niederlage nicht isoliert zu betrachten. Sie kam zu einem Zeitpunkt, an dem bereits seit Wochen über Alonsos Zukunft spekuliert wurde. Die fünf Siege vor dem Finale hatten den unmittelbaren Druck zwar etwas reduziert, konnten die grundsätzlichen Zweifel der Vereinsführung aber offenbar nicht vollständig beseitigen.
Streit mit Vinícius Júnior
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Xabi Alonso Entlassung war das Verhältnis zwischen dem Trainer und einigen Spielern.
Besonders bekannt wurde der Konflikt mit Vinícius Júnior. Beim Clásico im Oktober 2025 wurde der brasilianische Angreifer von Alonso ausgewechselt. Vinícius reagierte deutlich verärgert und verließ den Platz mit sichtbarem Unmut.
Sportlich hatte Real Madrid die Partie damals sogar mit 2:1 gewonnen. Trotzdem wurde die Szene zu einem Symbol für die zunehmenden Spannungen innerhalb der Mannschaft.
Warum dieser Konflikt wichtig war
Ein Trainer eines Vereins wie Real Madrid muss nicht nur taktische Entscheidungen treffen. Er muss gleichzeitig mit zahlreichen Weltklassespielern umgehen und innerhalb der Kabine Autorität besitzen.
Berichte deuteten darauf hin, dass Alonso nicht bei allen Spielern den gewünschten Rückhalt hatte. Gleichzeitig wurde spekuliert, dass die Vereinsführung nach dem Vorfall mit Vinícius nicht ausreichend öffentlich hinter dem Trainer stand.
Diese Berichte sind jedoch von der offiziellen Vereinsversion zu unterscheiden. Real Madrid veröffentlichte keine detaillierte Liste interner Konflikte als Begründung für die Trennung. Offiziell sprach der Klub lediglich von einer gemeinsamen Entscheidung, Alonsos Tätigkeit als Cheftrainer zu beenden.
Xabi Alonso und die hohen Erwartungen bei Real Madrid
Alonso kam mit einem außergewöhnlichen Ruf nach Madrid.
Bei Bayer Leverkusen hatte er zuvor eine historische Mannschaft aufgebaut. In der Saison 2023/24 gewann Leverkusen unter seiner Führung erstmals die deutsche Meisterschaft und zusätzlich den DFB-Pokal. Die Mannschaft blieb in der Bundesliga ungeschlagen und entwickelte einen modernen, kontrollierten Spielstil.
Deshalb war die Verpflichtung von Alonso für Real Madrid mehr als nur ein gewöhnlicher Trainerwechsel. Der Klub erwartete von ihm, eine neue sportliche Ära einzuleiten.
Die Nachfolge von Carlo Ancelotti
Alonso übernahm im Mai 2025 die Position von Carlo Ancelotti. Damit folgte er auf einen Trainer, der zu den erfolgreichsten Coaches in der Geschichte von Real Madrid gehört.
Die Ausgangslage war deshalb besonders anspruchsvoll. Alonso musste nicht nur Spiele gewinnen, sondern gleichzeitig ein Team mit zahlreichen Stars weiterentwickeln und seine eigene taktische Philosophie etablieren.
Zu den zentralen Namen im Kader gehörten unter anderem Kylian Mbappé, Vinícius Júnior und Jude Bellingham. Der Umgang mit diesen Spielern war ein wichtiger Bestandteil seiner Aufgabe.
Die Klub-WM als erstes Warnsignal
Bereits während der FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2025 gab es einen ersten deutlichen Rückschlag.
Real Madrid verlor das Halbfinale gegen Paris Saint-Germain mit 0:4. Alonso hatte zu diesem Zeitpunkt erklärt, dass er seine Vorstellungen erst mit Beginn der neuen La-Liga-Saison vollständig umsetzen wolle. Dennoch zeigte die Partie, wie groß die Aufgabe beim Neuaufbau der Mannschaft war.
Die Niederlage allein führte nicht zu einer Trennung. Alonso bekam die Möglichkeit, seine Mannschaft über die Sommerpause hinweg weiterzuentwickeln.
Der Saisonstart schien anschließend seine Arbeit zunächst zu bestätigen.
Vom starken Saisonstart zur Krise
Die Entwicklung der Saison war einer der wichtigsten Gründe für die zunehmende Kritik.
Am Anfang gewann Real Madrid zahlreiche Spiele und konnte sich an der Spitze der Liga etablieren. Besonders der 2:1-Sieg gegen Barcelona im Oktober war ein starkes Signal.
Danach wurden die Leistungen jedoch unbeständiger.
Zu den Problemen gehörten unter anderem:
- die Niederlage gegen Liverpool
- Punktverluste gegen Mannschaften aus dem unteren Tabellenbereich
- die Heimniederlage gegen Celta Vigo
- die Niederlage gegen Manchester City
- die zunehmenden Diskussionen über Alonsos taktische Entscheidungen
- die Spannungen mit einzelnen Spielern
- der Verlust der Tabellenführung an Barcelona
Nach Angaben von Sportschau hatte Real Madrid zeitweise vier Punkte Rückstand auf Barcelona. Gleichzeitig belegte der Klub in der Champions-League-Tabelle einen Platz, der noch weitere Spiele beziehungsweise eine mögliche Play-off-Situation bedeutete.
Warum fünf Siege in Folge Alonso nicht retten konnten
Besonders interessant ist, dass Real Madrid vor dem Supercopa-Finale wieder besser in Form kam.
Die Mannschaft hatte vor dem Spiel gegen Barcelona fünf Partien in verschiedenen Wettbewerben gewonnen. Rein sportlich war die Situation damit nicht mehr so dramatisch wie einige Wochen zuvor.
Trotzdem blieb das Vertrauen der Vereinsführung offenbar beschädigt.
Das zeigt, dass die Entscheidung nicht ausschließlich von der aktuellen Form abhängig war. Die Verantwortlichen bewerteten offenbar das gesamte Projekt: Spielweise, Entwicklung, Mannschaftsführung und langfristige Perspektive.
Die offizielle Version der Trennung
Real Madrid formulierte die Trennung bewusst positiv.
In der offiziellen Mitteilung erklärte der Verein, dass Alonso und Real Madrid gemeinsam beschlossen hätten, seine Tätigkeit als Trainer der ersten Mannschaft zu beenden. Gleichzeitig bezeichnete der Klub Alonso als Legende von Real Madrid und betonte, dass er weiterhin die Zuneigung und Bewunderung der Madridistas genießen werde.
Der Verein bedankte sich außerdem bei Alonso und seinem Trainerteam für deren Arbeit und Engagement.
Damit vermied Real Madrid eine öffentliche Auseinandersetzung über die tatsächlichen internen Gründe.
Entlassung oder einvernehmliche Trennung?
In den Medien wird häufig von der „Xabi Alonso Entlassung“ gesprochen. Juristisch beziehungsweise offiziell handelte es sich jedoch um eine einvernehmliche Trennung.
Der Unterschied ist relevant: Real Madrid selbst bestätigte nicht ausdrücklich, dass Alonso gegen seinen Willen entlassen wurde.
Die Berichterstattung rund um den Klub deutete jedoch darauf hin, dass Real Madrid die Zusammenarbeit nicht fortsetzen wollte und Alonso unter erheblichem Druck stand. Deshalb wird die Entscheidung im öffentlichen Sprachgebrauch überwiegend als Entlassung beziehungsweise Rauswurf bezeichnet.
Álvaro Arbeloa wird Nachfolger
Nach Alonso übernahm Álvaro Arbeloa die Mannschaft.
Die Wahl kam für viele Beobachter nicht völlig überraschend. Arbeloa war bereits innerhalb des Vereins tätig und hatte Real Madrid Castilla trainiert. Dadurch kannte er die Strukturen und die interne Arbeitsweise des Klubs sehr gut.
Auch seine Vergangenheit als Spieler spielte eine Rolle. Arbeloa war selbst lange für Real Madrid aktiv und gewann mit dem Klub unter anderem zweimal die Champions League. Außerdem gehörte er zur spanischen Nationalmannschaft, die 2010 Weltmeister wurde.
Ein Trainer mit deutlich weniger Erfahrung
Gleichzeitig brachte Arbeloa wesentlich weniger Erfahrung als Cheftrainer auf höchstem Niveau mit.
Genau darin lag eines der größten Fragezeichen nach der Xabi Alonso Entlassung. Real Madrid ersetzte einen international etablierten Trainer durch einen Coach, dessen bisherige Trainerkarriere hauptsächlich innerhalb der Nachwuchsstrukturen des Vereins stattgefunden hatte.
Der Schritt zeigte jedoch auch, wie stark Real Madrid auf die eigene Vereinsstruktur und ehemalige Spieler setzt.
Was sagte Xabi Alonso zu seinem Abschied?
Auch Alonso äußerte sich nach der Trennung.
Er verabschiedete sich mit Dankbarkeit, Respekt und Stolz und erklärte, dass die Zeit bei Real Madrid nicht so verlaufen sei, wie man es sich gemeinsam gewünscht habe. Gleichzeitig bezeichnete er die Arbeit beim spanischen Rekordmeister als große Ehre und Verantwortung.
Seine Aussagen deuteten darauf hin, dass er trotz der enttäuschenden Entwicklung keine öffentliche Auseinandersetzung mit dem Verein suchte.
Auch Kylian Mbappé äußerte sich positiv über Alonso und würdigte dessen klare Vorstellungen und Fußballwissen.
Was bedeutet die Entlassung für Alonsos Karriere?
Die Xabi Alonso Entlassung beschädigte seinen Ruf nicht dauerhaft.
Nach seinem Abschied von Real Madrid erhielt Alonso bereits 2026 eine neue Aufgabe beim FC Chelsea. Dort startete er erfolgreich in die neue Premier-League-Saison. Ende August gewann Chelsea zunächst gegen Fulham mit 3:2 und anschließend gegen Brighton mit 4:3.
Damit bekam Alonso unmittelbar die Gelegenheit, seine Fähigkeiten erneut auf höchstem Niveau unter Beweis zu stellen.
Seine Zeit in Madrid kann deshalb eher als schwieriges Kapitel denn als endgültiger Rückschlag betrachtet werden.
Fazit zur Xabi Alonso Entlassung
Die Xabi Alonso Entlassung bei Real Madrid war das Ergebnis mehrerer Faktoren. Die 2:3-Niederlage gegen Barcelona im Finale der Supercopa war der unmittelbare Auslöser, doch die Probleme hatten bereits vorher begonnen.
Alonso startete stark in seine erste Saison und gewann insgesamt 24 von 34 Pflichtspielen. Dennoch überzeugten die Leistungen nicht dauerhaft. Niederlagen gegen wichtige Gegner, schwankende Ergebnisse, taktische Zweifel und Berichte über Spannungen mit Spielern führten zu wachsendem Druck.
Besonders entscheidend war offenbar die Frage, ob Alonso noch das volle Vertrauen der Vereinsführung und die notwendige Kontrolle innerhalb der Mannschaft besaß. Real Madrid entschied sich schließlich für eine Trennung und setzte Álvaro Arbeloa als Nachfolger ein.
Die Geschichte zeigt zugleich, wie hoch die Erwartungen bei Real Madrid sind: Selbst eine Bilanz von 24 Siegen aus 34 Spielen kann nicht ausreichen, wenn die Vereinsführung keine langfristige sportliche Entwicklung erkennt.
Alonso selbst hat inzwischen die Möglichkeit erhalten, seine Trainerqualität beim FC Chelsea erneut zu beweisen. Die Xabi-Alonso-Ära bei Real Madrid war zwar kurz, bleibt aber ein bedeutender Abschnitt in seiner Entwicklung als Trainer.