Nadja Kriewald gehört zu den erfahrenen deutschen Journalistinnen im internationalen Fernsehen. Seit den frühen 1990er-Jahren ist sie mit dem Nachrichtensender ntv verbunden und hat sich insbesondere durch ihre Arbeit als Auslandsreporterin, Moderatorin und Redakteurin einen Namen gemacht. Besonders eng verbunden ist ihr Name mit dem Format „Auslandsreport“, das sie seit 1997 moderiert und redaktionell mitverantwortet. Dabei beschränkt sich ihre Arbeit nicht auf das Studio: Kriewald reist regelmäßig selbst in Krisen- und Konfliktregionen und berichtet direkt vom Ort des Geschehens.
In den vergangenen Jahren wurde Nadja Kriewald vor allem durch ihre Berichterstattung aus der Ukraine bekannt. Seit Beginn des russischen Großangriffs war sie wiederholt vor Ort und berichtete über die Auswirkungen des Krieges, die Situation der Zivilbevölkerung und die Entwicklungen an verschiedenen Frontabschnitten. Auch 2026 war sie weiterhin aus der Ukraine für ntv tätig. Damit gehört die Ukraine-Berichterstattung zu einem wichtigen Schwerpunkt ihrer aktuellen journalistischen Arbeit.
Nadja Kriewald im Überblick
| Information | Details |
|---|---|
| Name | Nadja Kriewald |
| Beruf | Journalistin, Moderatorin und Auslandsreporterin |
| Sender | ntv / RTL Deutschland |
| TV-Debüt | Dezember 1992 bei ntv |
| Bekannt für | „Auslandsreport“ |
| Tätigkeit bei „Auslandsreport“ | Seit 1997 |
| Rolle | Moderatorin und redaktionell verantwortlich |
| Weitere Sendung | „Die Woche“ |
| „Die Woche“ | Moderation von 2003 bis 2007 |
| Fachgebiet | Internationale Politik, Krisen, Konflikte und Gesellschaft |
| Bedeutender aktueller Schwerpunkt | Berichterstattung aus der Ukraine |
| Wohnort laut öffentlich zugänglichen Angaben | Berlin |
| Geburtsdatum | Nicht zuverlässig öffentlich bestätigt |
Wer ist Nadja Kriewald?
Nadja Kriewald ist eine deutsche Fernsehjournalistin, die insbesondere für ihre internationale Berichterstattung bekannt ist. Ihr journalistisches Profil unterscheidet sich von dem klassischer Studio-Moderatorinnen dadurch, dass sie regelmäßig selbst recherchiert und aus dem Ausland berichtet.
Bei ntv übernimmt sie sowohl Aufgaben vor der Kamera als auch redaktionelle Verantwortung. Besonders prägend ist ihre Verbindung zum „Auslandsreport“. Das Format beschäftigt sich mit internationalen Ereignissen und stellt dabei nicht nur politische Nachrichten, sondern auch die Menschen und persönlichen Schicksale hinter den Schlagzeilen in den Mittelpunkt.
RTL+ beschreibt „Auslandsreport“ als internationale Reportagesendung, die aktuelle Themen aus aller Welt mit Hintergrundinformationen und persönlichen Geschichten verbindet. Nadja Kriewald ist dort als Moderatorin und Leiterin der Redaktion aufgeführt.
Ausbildung und Einstieg in den Journalismus
Über Nadja Kriewalds privates Leben und ihre Jugend sind nur wenige verlässlich dokumentierte Informationen öffentlich bekannt. Ihre berufliche Ausbildung ist dagegen besser nachvollziehbar.
Laut RTL+ studierte Kriewald Jura und wechselte anschließend direkt zum Fernsehen. Ihre journalistische Laufbahn begann bei ntv. Ihr TV-Debüt gab sie nach Angaben des RND im Dezember 1992. In den folgenden Jahrzehnten arbeitete sie für zahlreiche Formate von ntv und RTL – sowohl vor als auch hinter der Kamera.
Der frühe Einstieg in das Nachrichtenfernsehen war für ihre spätere Karriere entscheidend. Durch die Kombination aus redaktioneller Arbeit, Moderation und eigener Berichterstattung entwickelte sich Kriewald zu einer Journalistin mit einem breiten internationalen Profil.
Nadja Kriewald und der „Auslandsreport“
Eine langjährige Verbindung
Der Name Nadja Kriewald ist besonders eng mit dem „Auslandsreport“ von ntv verbunden. Das Format entstand 1997 und Kriewald war von Beginn an daran beteiligt. Seitdem moderiert sie die Sendung und ist gleichzeitig in die redaktionelle Arbeit eingebunden.
Im Jahr 2017 blickte der „Auslandsreport“ bereits auf 20 Jahre zurück. DWDL berichtete damals, dass Kriewald die Sendung seit ihrer Entstehung präsentierte und zugleich die Redaktion leitete. Sie erklärte dabei, dass das Format ursprünglich sehr einfach gestartet sei und sich im Laufe der Jahre weiterentwickelt habe.
Was macht den „Auslandsreport“ aus?
Der „Auslandsreport“ unterscheidet sich von einer klassischen Nachrichtensendung. Im Mittelpunkt stehen internationale Geschichten, die häufig über die reine Tagesmeldung hinausgehen.
Dabei geht es beispielsweise um:
- politische Konflikte und internationale Krisen
- Kriege und deren Auswirkungen auf die Bevölkerung
- Migration und Flucht
- gesellschaftliche Veränderungen
- humanitäre Probleme
- Umwelt- und Naturthemen
- ungewöhnliche Geschichten aus verschiedenen Ländern
- Menschen, die von internationalen Entwicklungen unmittelbar betroffen sind
RTL+ führt die Sendung weiterhin als internationales Reportageformat. Auch im August 2026 wurden neue Folgen veröffentlicht. Zu den Themen gehörten beispielsweise die fliegenden Ärzte im australischen Outback, die Situation auf Mallorca und die Walfangsaison in Island.
Internationale Berichterstattung als Schwerpunkt
Nadja Kriewald hat im Laufe ihrer Karriere zahlreiche Länder besucht und selbst vor Ort recherchiert. In einem ausführlichen DWDL-Interview aus dem Jahr 2017 erklärte sie, dass sie zu dieser Zeit etwa sechs bis acht Mal pro Jahr ins Ausland reiste und insgesamt ungefähr eineinhalb Monate jährlich für Dreharbeiten im Ausland verbrachte.
Ihre Arbeit umfasst dabei nicht ausschließlich klassische politische Berichterstattung. Gerade die Kombination aus politischen Entwicklungen und persönlichen Geschichten ist ein wiederkehrendes Element ihres journalistischen Ansatzes.
Kriewald berichtete unter anderem aus Regionen, in denen soziale Not, Migration, politische Instabilität oder bewaffnete Konflikte eine Rolle spielen. Gleichzeitig interessieren sie auch weniger klassische Nachrichtenstoffe. In dem DWDL-Interview nannte sie beispielsweise Reportagen über ungewöhnliche gesellschaftliche Entwicklungen als wichtigen Bestandteil des Formats.
Bedeutung lokaler Journalisten
Bei internationalen Einsätzen spielt die Zusammenarbeit mit lokalen Journalisten eine wichtige Rolle. Kriewald betonte bereits 2017, dass lokale Kollegen Kontakte vermitteln, übersetzen und einschätzen können, welche Gebiete aktuell gefährlich sind. Gerade bei schwierigen Einsätzen sind diese lokalen Kenntnisse für ausländische Reporter besonders wertvoll.
Diese Arbeitsweise zeigt auch, dass internationale Fernsehberichterstattung weit mehr umfasst als eine Reise mit Kamera und Mikrofon. Recherche, Sicherheitsplanung, lokale Kontakte und redaktionelle Abstimmung sind wesentliche Bestandteile solcher Einsätze.
Nadja Kriewald als Kriegsreporterin in der Ukraine
Ein besonders wichtiger Abschnitt ihrer Karriere ist die Berichterstattung über den Krieg in der Ukraine.
Kriewald reiste bereits kurz vor Beginn der russischen Vollinvasion im Februar 2022 nach Kiew. Im Gespräch mit dem RND berichtete sie 2023, dass sie zwei Tage vor Kriegsbeginn in die Ukraine geflogen war. Sie bezeichnete diesen Flug rückblickend als wahrscheinlich einen der letzten Flüge aus Deutschland nach Kiew vor Beginn des großflächigen Angriffs.
Im ersten Kriegsjahr verbrachte sie nach eigenen Angaben insgesamt mehr als drei Monate in der Ukraine. Die Einsätze dauerten normalerweise zwei bis drei Wochen, bevor sie zwischenzeitlich nach Deutschland zurückkehrte. Zum Zeitpunkt des RND-Interviews war sie bereits bei ihrem siebten Ukraine-Einsatz seit Beginn des Krieges.
Berichte aus gefährlichen Gebieten
Ihre Arbeit führte Kriewald auch in Regionen, die unmittelbar vom Krieg betroffen waren. Dabei berichtete sie nicht nur aus der Hauptstadt, sondern auch aus Gebieten nahe der Front und aus Städten, die regelmäßig von russischen Angriffen betroffen sind.
2026 setzte sich diese Berichterstattung fort. Im März berichtete Kriewald aus der Ukraine über die anhaltende Gefahr für die Zivilbevölkerung rund um den Jahrestag der Befreiung von Butscha.
Im Juni 2026 war sie unter anderem in Odessa und Saporischschja im Einsatz. In einem Bericht aus Odessa schilderte sie die Folgen russischer Angriffe auf mehrere ukrainische Städte und die Rettung eines kleinen Jungen aus den Trümmern.
Auch aus Saporischschja berichtete sie über Angriffe auf Wohnviertel und zivile Infrastruktur.
Weitere Berichte aus Juni 2026 beschäftigten sich mit der Situation in der Region Donezk und der Stadt Kostjantyniwka.
Berichterstattung über ukrainische Journalisten
Kriewald beschäftigt sich nicht ausschließlich mit militärischen Entwicklungen. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Ukraine-Berichterstattung ist die Situation der Journalisten vor Ort.
Im Februar 2026 veröffentlichte ntv einen Beitrag von Nadja Kriewald über ukrainische Fernsehjournalisten, die während des Krieges unter schwierigen und gefährlichen Bedingungen weiterarbeiten. Der Bericht zeigte, wie Journalisten trotz persönlicher Risiken versuchen, über den Krieg und mutmaßliche russische Kriegsverbrechen zu informieren.
Damit richtet sich ihre Berichterstattung auch auf die Frage, wie Medien und Journalisten in einem laufenden Krieg funktionieren und welchen Gefahren sie dabei ausgesetzt sind.
Eine besondere Reportage aus dem Mittelmeer
Zu den eindrücklichsten früheren Einsätzen von Nadja Kriewald zählt eine Reportage über eine Rettungsaktion im Mittelmeer im Jahr 2018.
Kriewald und ein Kamerateam begleiteten damals ein Schiff der libyschen Küstenwache. Während des Einsatzes wurde ein Schlauchboot mit mehr als 100 Menschen entdeckt. Die Menschen an Bord waren laut ihrer Schilderung bereits mehrere Tage ohne ausreichend Wasser und Nahrung auf dem Meer.
Die Situation war besonders dramatisch, weil sich unter den Geretteten zahlreiche Frauen und Kinder befanden. Kriewald berichtete später, dass ihr während der Rettungsaktion ein kleines Mädchen in die Arme gelegt wurde, das bereits verstorben war. Anschließend recherchierte sie weiter in Libyen und traf unter anderem die Mutter des Kindes.
Diese Reportage verdeutlicht einen wichtigen Aspekt ihrer Arbeit: Kriewald berichtet nicht ausschließlich über abstrakte politische Themen, sondern versucht, internationale Krisen anhand konkreter menschlicher Schicksale sichtbar zu machen.
Weitere Fernseharbeiten
Obwohl „Auslandsreport“ das bekannteste Format ihrer Laufbahn ist, arbeitete Nadja Kriewald auch für andere Fernsehsendungen.
„Die Woche“
Von 2003 bis 2007 moderierte Kriewald die Sendung „Die Woche“. Diese Tätigkeit war ein weiterer wichtiger Abschnitt ihrer Karriere vor der Kamera.
Redaktionelle Arbeit
Neben ihrer Tätigkeit als Moderatorin übernahm Kriewald auch redaktionelle Aufgaben. RTL+ nennt unter anderem ihre Verantwortung für die Interview-Sendung „staisch & co.“.
Diese Kombination aus Moderation und Redaktion erklärt teilweise, weshalb Kriewald über einen langen Zeitraum mit dem „Auslandsreport“ verbunden blieb. Sie ist nicht nur das Gesicht der Sendung, sondern war beziehungsweise ist auch an der inhaltlichen Gestaltung beteiligt.
Nadja Kriewalds journalistischer Stil
Ein charakteristisches Merkmal ihrer Arbeit ist die Verbindung von aktueller Nachrichtenlage und persönlicher Perspektive.
Internationale Nachrichten können für Zuschauer schnell abstrakt wirken. Ein Krieg, eine Flüchtlingsbewegung oder eine politische Krise besteht jedoch nicht nur aus Zahlen und politischen Entscheidungen. Dahinter stehen Menschen, Familien und Gemeinschaften.
Genau diese Ebene spielt in Kriewalds Reportagen eine wichtige Rolle. Ihre Arbeit versucht häufig, die Auswirkungen großer internationaler Ereignisse anhand von Menschen vor Ort verständlicher zu machen.
Gleichzeitig berichtet sie aus Gebieten, in denen die Sicherheitslage teilweise sehr schwierig ist. Bereits 2017 sprach sie über die Risiken internationaler Berichterstattung und darüber, dass Einsätze in Krisenregionen sorgfältig vorbereitet und mit der Chefredaktion abgestimmt werden müssen.
Persönliches Leben und Alter
Über das Privatleben von Nadja Kriewald gibt es vergleichsweise wenige verlässliche Informationen. Das ist bei Journalistinnen und Journalisten, die selbst nicht als Unterhaltungspersönlichkeiten auftreten, nicht ungewöhnlich.
Öffentlich dokumentiert ist unter anderem, dass sie laut RND privat in Berlin lebt.
Ein genaues Geburtsdatum beziehungsweise ein offiziell bestätigtes Alter ist in den maßgeblichen öffentlich zugänglichen Quellen nicht zuverlässig angegeben. Deshalb sollten Angaben zu ihrem konkreten Alter mit Vorsicht betrachtet werden.
Auch Informationen über einen möglichen Ehepartner, Kinder oder andere private Familienangelegenheiten sind nicht ausreichend durch seriöse Quellen belegt. Solche Angaben sollten daher nicht als Fakten dargestellt werden.
Was macht Nadja Kriewald heute?
Auch 2026 ist Nadja Kriewald weiterhin journalistisch aktiv.
RTL+ führt sie weiterhin als Moderatorin des „Auslandsreport“. Die Sendung veröffentlichte im August 2026 neue Folgen, darunter die Episode vom 21. August 2026 über die fliegenden Ärzte im australischen Outback.
Parallel dazu war Kriewald 2026 mehrfach als ntv-Reporterin aus der Ukraine zu sehen. Ihre Berichte im März und Juni zeigen, dass die internationale Krisen- und Kriegsberichterstattung weiterhin einen bedeutenden Teil ihrer Arbeit ausmacht.
Damit ist Nadja Kriewald nicht nur eine langjährige Moderatorin, sondern weiterhin als aktive Reporterin im Einsatz.
Warum ist Nadja Kriewald bekannt?
Die Bekanntheit von Nadja Kriewald lässt sich vor allem auf mehrere Faktoren zurückführen. Erstens ist sie seit mehr als drei Jahrzehnten im deutschen Nachrichtenfernsehen tätig. Zweitens ist sie seit 1997 eng mit dem „Auslandsreport“ verbunden. Drittens berichtet sie regelmäßig selbst aus internationalen Krisenregionen.
Ihre Ukraine-Berichterstattung hat ihre öffentliche Wahrnehmung in den vergangenen Jahren zusätzlich verstärkt. Besonders die regelmäßigen Einsätze seit 2022 zeigen, dass sie bereit ist, internationale Ereignisse unmittelbar vor Ort zu begleiten.
Dabei verbindet ihre Arbeit journalistische Recherche mit Moderation und redaktioneller Verantwortung. Diese Kombination macht sie zu einer ungewöhnlichen und erfahrenen Persönlichkeit im deutschen Auslandsjournalismus.
Fazit
Nadja Kriewald ist eine langjährige deutsche Fernsehjournalistin, deren beruflicher Schwerpunkt eindeutig auf internationaler Berichterstattung liegt. Seit ihrem TV-Debüt bei ntv im Jahr 1992 hat sie zahlreiche journalistische Aufgaben übernommen und sowohl vor als auch hinter der Kamera gearbeitet.
Besonders eng ist ihr Name mit dem „Auslandsreport“ verbunden. Seit 1997 moderiert sie das Format und ist redaktionell daran beteiligt. Die Sendung beschäftigt sich mit internationalen Ereignissen, Krisen und gesellschaftlichen Entwicklungen und legt besonderen Wert auf die Geschichten der Menschen hinter den Nachrichten.
Zu den herausragenden Stationen ihrer Karriere gehören internationale Reportagen über Migration und humanitäre Krisen sowie ihre umfangreiche Berichterstattung aus der Ukraine. Auch 2026 war sie dort wieder im Einsatz und berichtete aus Städten und Regionen, die vom Krieg betroffen sind.
Wer nach „Nadja Kriewald“ sucht, findet daher vor allem das Profil einer erfahrenen Auslandsjournalistin, die ihre Arbeit über Jahrzehnte hinweg mit internationaler Recherche, Moderation und Berichterstattung aus Krisengebieten verbunden hat.